...

CMDB

Thema: ITAD, Ankauf & Remarketing · Aktualisiert: 10/2026

Eine CMDB beantwortet die Frage, welche IT-Komponenten es gibt und wie sie zusammenhängen. Das hilft im Betrieb – und am Ende des Lebenszyklus, wenn Server, Speichersysteme oder Notebooks ausgemustert werden. Hier lesen Sie, was eine CMDB ist und warum sie bei der Ausmusterung oft vergessen wird.

Kurz erklärt

Eine CMDB (Configuration Management Database) ist eine Datenbank, in der ein Unternehmen seine Konfigurationselemente und deren Beziehungen speichert, etwa Server, Anwendungen, Netzwerkgeräte und Dienste. Sie dient dem IT-Service-Management, zum Beispiel bei Störungen und Änderungen. Bei der IT-Ausmusterung zeigt die CMDB, welche Systeme von einem Gerät abhängen, und muss nach dem Abgang aktualisiert werden.

Was ist eine CMDB?

Der Begriff stammt aus ITIL, einem verbreiteten Rahmenwerk für IT-Service-Management. Jedes Element, das für einen IT-Dienst verwaltet werden muss, heißt dort Configuration Item (CI), auf Deutsch Konfigurationselement. Das kann ein physischer Server sein, eine virtuelle Maschine, eine Anwendung, ein Vertrag oder eine Dokumentation.

Die CMDB speichert zu jedem CI Eigenschaften wie Typ, Version, Standort und Verantwortliche – vor allem aber Beziehungen: Anwendung A läuft auf Server B, der an Speichersystem C hängt. Diese Abhängigkeiten machen den Unterschied zu einer reinen Bestandsliste aus. CMDBs sind meist Teil einer Software für IT-Service-Management und werden oft automatisch durch Erkennungswerkzeuge im Netzwerk befüllt.

CMDB, ITAM und Inventarisierung im Vergleich

Ansatz Schwerpunkt Typische Fragen
CMDB Technische Konfiguration und Abhängigkeiten Welche Dienste fallen aus, wenn dieser Server abgeschaltet wird?
IT Asset Management (ITAM) Finanzieller und vertraglicher Lebenszyklus Was hat das Gerät gekostet, wann endet Garantie oder Leasing?
IT-Inventarisierung Vollständige Erfassung des Bestands Welche Geräte gibt es, wo stehen sie, wem sind sie zugeordnet?

In der Praxis überschneiden sich die drei Bereiche. Viele Unternehmen führen Geräte sowohl als Asset als auch als Konfigurationselement. Wichtig ist eine gemeinsame Kennung, meist Seriennummer oder Inventarnummer.

Was beim Ausmustern zu beachten ist

Bevor ein Server oder Speichersystem abgebaut wird, zeigt die CMDB, welche Anwendungen und Dienste davon abhängen. So lässt sich die Abschaltung planen, ohne dass unerwartet ein Dienst ausfällt. Danach beginnt die Arbeit an der Datenbank selbst:

  • Status ändern: Das CI wird als „außer Betrieb“ oder „ausgemustert“ markiert, nicht einfach gelöscht. So bleibt die Historie erhalten.
  • Datenträger erfassen: Bei Servern und Speichersystemen sollten die eingebauten Festplatten mit ihren Seriennummern bekannt sein, damit sich Löschnachweise zuordnen lassen.
  • Nachweise verknüpfen: Lösch- oder Vernichtungszertifikate werden am CI oder am Asset hinterlegt.
  • Abhängigkeiten bereinigen: Verweise auf das alte Gerät werden entfernt oder auf das Nachfolgesystem umgestellt.

Eine CMDB, die ausgemusterte Geräte weiter als aktiv führt, verliert schnell an Wert. Auch für Audits ist sie dann keine verlässliche Quelle mehr. Wie Ausmusterung in einen geordneten Lebenszyklus passt, beschreibt der Ratgeber IT Lifecycle Management.

Merksatz: Ein Gerät ist erst dann sauber ausgemustert, wenn auch sein Datensatz den Abgang zeigt – mit Nachweis.

CMDB-Daten bei der Ausmusterung mit Second IT

Für die Ausmusterung mit Second IT genügt ein Export aus Ihrer CMDB oder Ihrem Asset-Management als Geräteliste. Im Wareneingang wird jedes Gerät per Seriennummer registriert und nach der Löschung mit Blancco mit einem digital signierten Löschzertifikat belegt. Diese Nachweise können Sie Ihren Datensätzen zuordnen. Im Rahmen der Beratung unterstützt Second IT außerdem bei Bestandsanalyse und Marktbewertung.

Häufige Fragen zur CMDB

Wofür steht CMDB?

CMDB steht für Configuration Management Database. Gemeint ist eine Datenbank für Konfigurationselemente der IT und ihre Beziehungen zueinander.

Ist eine CMDB dasselbe wie eine Inventarliste?

Nein. Eine Inventarliste zeigt, was vorhanden ist. Eine CMDB zeigt zusätzlich, wie Komponenten zusammenhängen und welche Dienste sie tragen. Für die Ausmusterung kann ein Export aus der CMDB aber als Inventarliste dienen.

Soll ich ausgemusterte Geräte aus der CMDB löschen?

Besser nicht sofort. Üblich ist, den Status zu ändern und den Abgang mit Datum und Nachweis zu dokumentieren. So bleibt nachvollziehbar, welches Gerät wann und wie ausgeschieden ist.

Export aus der CMDB genügt – daraus wird Ihr Angebot.

Senden Sie uns Ihre Geräteliste. Ihr Angebot erhalten Sie in durchschnittlich 48 Stunden.

Angebot anfragen

Zum Inhalt springen