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Mobile Device Management (MDM)

Thema: Mobile Endgeräte & Device Management · Aktualisiert: 10/2026

Firmenhandys, Tablets und zunehmend auch Notebooks werden zentral verwaltet. Das spart der IT viel Arbeit – kann beim Ausmustern aber zum Stolperstein werden. Hier erfahren Sie, was Mobile Device Management ist, was es kann und welche Schritte vor dem Verkauf oder der Rückgabe nötig sind.

Kurz erklärt

Mobile Device Management (MDM) ist Software, mit der Unternehmen mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks zentral einrichten, verwalten, absichern und bei Bedarf sperren oder löschen. Die Geräte werden dazu in der MDM-Lösung registriert und erhalten Richtlinien, Apps und Einstellungen aus der Ferne. Beim Ausmustern müssen Geräte aus dem MDM und aus den Herstellerprogrammen entfernt werden, sonst lassen sie sich oft nicht weiterverwenden.

Was kann ein MDM?

Eine MDM-Lösung ist die Schaltzentrale für mobile Geräte. Die IT legt fest, welche Einstellungen gelten, und verteilt sie auf alle registrierten Geräte. Typische Funktionen:

  • Geräte automatisch einrichten, ohne dass die IT jedes Gerät in die Hand nimmt
  • Sicherheitsrichtlinien durchsetzen, etwa PIN-Pflicht und Verschlüsselung
  • Apps installieren, aktualisieren und entfernen
  • Verlorene Geräte orten, sperren oder per Remote Wipe löschen
  • Dienstliche und private Daten trennen, etwa bei BYOD

Bekannte Lösungen sind zum Beispiel Microsoft Intune oder MDM-Systeme für Apple- und Android-Geräte. Oft spricht man heute auch von Unified Endpoint Management (UEM), wenn dieselbe Lösung zusätzlich PCs und Macs verwaltet.

Die Kopplung an Herstellerprogramme

Damit Geräte sich beim ersten Einschalten selbst beim Unternehmen anmelden, sind sie zusätzlich in Herstellerprogrammen hinterlegt. Bei Apple ist das der Apple Business Manager, bei Android die Zero-Touch-Registrierung, bei Windows Autopilot.

Bindung Wirkung Vor der Ausmusterung
MDM-Registrierung Gerät erhält Richtlinien und Apps In der MDM-Konsole abmelden und entfernen
Automatische Registrierung beim Hersteller Gerät meldet sich nach jedem Zurücksetzen wieder beim Unternehmen an Im Herstellerportal freigeben
Aktivierungssperre bzw. Konto-Sperre Gerät lässt sich ohne Konto-Daten nicht neu einrichten Sperre lösen, bei betreuten Geräten oft über das MDM

Die automatische Registrierung ist die tückischste Bindung: Auch nach einem Werksreset bleibt das Gerät an das Unternehmen gekoppelt. Für Käufer ist es dann nicht nutzbar, und der Wiederverkaufswert sinkt. Wie Sie Firmen-iPads Schritt für Schritt freigeben, beschreibt unser Ratgeber Tablets verkaufen ohne MDM-Sperre.

Was beim Ausmustern zu beachten ist

  1. Bestand abgleichen: Welche Geräte sind im MDM und im Herstellerportal registriert? Vergleichen Sie die Seriennummern mit der Ausmusterungsliste.
  2. Bindungen lösen: Geräte aus dem MDM entfernen, im Herstellerportal freigeben und die Aktivierungssperre aufheben.
  3. Zertifiziert löschen: Ein Werksreset allein ist kein Nachweis. Für die Rechenschaftspflicht brauchen Sie ein Löschzertifikat je Gerät.
  4. Dokumentieren: Halten Sie fest, wann welches Gerät freigegeben und gelöscht wurde.

Was speziell bei Smartphones gilt, erklärt der Ratgeber Firmenhandys ausmustern.

Bezug zu Second IT

Second IT löscht Smartphones und Tablets mit einer zertifizierten Löschlösung von Blancco und stellt für jedes Gerät ein digital signiertes Löschzertifikat mit Seriennummer aus. Geräte, die sich weiterverwenden lassen, werden aufbereitet und wiedervermarktet. Mehr zur Datenlöschung für Mobilgeräte.

Häufige Fragen zu Mobile Device Management

Löscht ein Werksreset das MDM?

Ein Werksreset entfernt das MDM-Profil vom Gerät. Ist das Gerät aber über ein Herstellerprogramm wie Apple Business Manager automatisch registriert, meldet es sich bei der Neueinrichtung wieder beim Unternehmen an. Deshalb muss es vorher im Herstellerportal freigegeben werden.

Was ist der Unterschied zwischen MDM und UEM?

MDM steht ursprünglich für die Verwaltung von Smartphones und Tablets. Unified Endpoint Management (UEM) erweitert das auf alle Endgeräte, also auch PCs, Macs und teils Drucker oder IoT-Geräte. In der Praxis werden beide Begriffe oft gleich verwendet.

Kann man ein Gerät mit MDM-Sperre verkaufen?

Solange die Bindung besteht, ist das Gerät für Käufer kaum nutzbar und hat deutlich weniger Wert. Lösen Sie die Bindung vor der Abgabe. Nur das Unternehmen, bei dem das Gerät registriert ist, kann es freigeben.

Firmenhandys und Tablets zertifiziert löschen und verwerten.

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