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Datenträgervernichtung & DIN 66399

Manche Datenträger lassen sich nicht mehr sicher löschen – etwa weil sie defekt sind. Bei anderen verlangen interne Regeln, dass sie zerstört werden. Dann bleibt die physische Vernichtung. Damit klar ist, wie gründlich vernichtet wird, gibt es die Norm DIN 66399.

Die Norm teilt Datenträger in Materialklassen ein, etwa H für Festplatten, E für elektronische Datenträger wie SSDs und USB-Sticks, O für optische und T für magnetische Datenträger. Sie kennt drei Schutzklassen und sieben Sicherheitsstufen. Je höher die Sicherheitsstufe, desto kleiner müssen die Teile nach dem Zerkleinern sein. In diesem Thema finden Sie die Begriffe dazu – vom Festplattenschredder über den Datenschutzbehälter bis zur Vor-Ort-Vernichtung.

Das Glossar hilft Datenschutzbeauftragten, IT-Verantwortlichen und dem Einkauf, Angebote zu verstehen und die passende Sicherheitsstufe festzulegen.

Kurz erklärt

DIN 66399 regelt die Vernichtung von Datenträgern. Aus dem Schutzbedarf der Daten folgt die Schutzklasse und aus ihr die nötige Sicherheitsstufe. Diese legt für jede Materialklasse fest, wie groß die Partikel nach dem Zerkleinern höchstens sein dürfen.

Die Begriffe im Überblick

So hängt alles zusammen

  1. Zuerst klären Sie, welche Datenträger anfallen, und ordnen sie einer Materialklasse zu – etwa Materialklasse H für Festplatten, Materialklasse E für SSDs und USB-Sticks oder Materialklasse O für CDs und DVDs.
  2. Der Schutzbedarf der Daten bestimmt die Schutzklasse.
  3. Die Schutzklasse legt fest, welche Sicherheitsstufe mindestens nötig ist – zum Beispiel die Sicherheitsstufe H-5 für Festplatten mit hohem Schutzbedarf.
  4. Bis zur Vernichtung werden die Datenträger sicher gesammelt, etwa in einem Datenschutzbehälter.
  5. Ein Festplattenschredder oder Desintegrator zerkleinert die Datenträger auf die vorgegebene Partikelgröße. Ein Festplattenlocher verformt sie dagegen nur.
  6. Ein Vernichtungszertifikat dokumentiert das Ergebnis. Ob im Werk oder als Vor-Ort-Vernichtung – Abläufe wie in DIN EN 15713 sorgen für einen sicheren Prozess.

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Zertifikate: Hier finden Sie die Nachweise von Second IT, darunter die Zertifizierung der Datenträgervernichtung nach DIN 66399 und die ISO-Zertifikate.

Ratgeber

Häufige Fragen

Was bedeutet Sicherheitsstufe H-5?

H steht für die Materialklasse Festplatten, 5 für die fünfte von sieben Sicherheitsstufen nach DIN 66399. Die Stufe legt fest, wie klein die Teile nach der Vernichtung sein müssen, damit sich die Daten nicht rekonstruieren lassen.

Welche Sicherheitsstufe brauche ich?

Das hängt vom Schutzbedarf der Daten ab. Aus ihm ergibt sich die Schutzklasse und daraus die Mindest-Sicherheitsstufe. Verbindlich legt das Ihr Löschkonzept oder Ihr Datenschutzbeauftragter fest.

Ist Vernichten sicherer als Löschen?

Beides kann sicher sein. Eine zertifizierte Löschung erhält das Gerät und seinen Wert. Die Vernichtung ist sinnvoll, wenn ein Datenträger defekt ist, sich nicht nachweisbar löschen lässt oder interne Vorgaben sie verlangen.

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