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Grading

Thema: Refurbishment, Reparatur & Grading · Aktualisiert: 10/2026

„Grade A“, „B-Ware“, „sehr gut“: Wer gebrauchte IT kauft oder verkauft, begegnet Zustandsklassen überall. Sie sollen auf einen Blick zeigen, wie ein Gerät aussieht und funktioniert. Doch einheitlich geregelt sind sie nicht. Dieser Eintrag erklärt, was hinter dem Grading steckt und warum es den Wert ausgemusterter Hardware bestimmt.

Kurz erklärt

Grading ist die Einstufung gebrauchter Geräte in Zustandsklassen, meist A, B und C, nach sichtbaren Gebrauchsspuren und technischer Funktion. Je besser die Klasse, desto geringer die Spuren und desto höher der erzielbare Preis. Bei der IT-Ausmusterung bestimmen die Zustandsklassen maßgeblich den Restwert und entscheiden, ob ein Gerät wiedervermarktet, repariert oder recycelt wird.

Was sind Zustandsklassen?

Zustandsklassen beschreiben, in welchem Zustand sich ein gebrauchtes Gerät befindet. Sie sind kein gesetzlich oder durch eine Norm festgelegtes System. Händler, Aufbereiter und Marktplätze verwenden eigene Definitionen, die sich ähneln, aber nicht identisch sind. Wer Geräte vergleicht, sollte deshalb immer die Beschreibung hinter der Klasse lesen.

Üblich ist eine Trennung in zwei Dimensionen: die Optik, also Kratzer, Dellen und Abnutzung, und die Funktion, also ob alle Komponenten einwandfrei arbeiten. Viele Anbieter vergeben die Buchstaben nur für funktionsfähige Geräte und beschreiben Defekte gesondert.

Typische Zustandsklassen im Überblick

Klasse Übliche Bedeutung Typische Merkmale
A (teils A+ oder „wie neu“) Kaum oder keine Gebrauchsspuren Gehäuse und Display ohne sichtbare Kratzer, voll funktionsfähig
B Leichte Gebrauchsspuren Feine Kratzer oder Abrieb, Display ohne störende Fehler, voll funktionsfähig
C Deutliche Gebrauchsspuren Sichtbare Kratzer, Dellen oder Verfärbungen, Funktion gegeben
Defekt / zur Teileverwertung Nicht voll funktionsfähig Reparatur, Ersatzteilgewinnung oder Recycling

Der Begriff „B-Ware“ wird im Handel unterschiedlich verwendet, oft auch für Neuware mit beschädigter Verpackung oder Rückläufer. Er ist nicht gleichbedeutend mit Zustandsklasse B.

Worauf beim Grading geachtet wird

  • Gehäuse: Kratzer, Dellen, Risse, fehlende Füße oder Abdeckungen.
  • Display: Pixelfehler, Kratzer, Druckstellen und eingebrannte Bilder.
  • Tastatur und Touchpad: glänzende oder abgenutzte Tasten, Funktion aller Tasten.
  • Akku: verbleibende Kapazität im Verhältnis zur ursprünglichen, siehe Akkuzustand.
  • Funktion: Anschlüsse, Kamera, WLAN, Lautsprecher, Datenträger.
  • Sperren: BIOS-Passwort, Aktivierungssperre oder Bindung an ein Verwaltungssystem.

Merksatz: Die Zustandsklasse beschreibt die Optik, der Prüfbericht die Funktion. Für den Wert zählt beides.

Grading und Restwert

Für den Restwert eines ausgemusterten Geräts ist die Zustandsklasse neben Modell, Alter und Ausstattung einer der wichtigsten Faktoren. Schonende Nutzung, Schutzhüllen und eine sorgfältige Verpackung beim Transport zahlen sich deshalb aus. Wie Unternehmen aus alten Notebooks wieder Wert schöpfen, beschreibt der Beitrag Alte Laptops: Remarketing und Nachhaltigkeit.

Zustandsbewertung bei Second IT

Bei Second IT beginnt das Refurbishment mit einer Geräteanalyse: Jedes Gerät wird aufgenommen, sein Zustand ermittelt und in einem Prüfbericht dokumentiert. Danach folgen je nach Bedarf Bauteil-Refurbishing, Gehäuse- und Display-Reparatur, Reinigung und umfassende Funktionstests, bevor geprüfte Geräte mit Garantie wiedervermarktet werden. Mehr zum Refurbishment bei Second IT.

Häufige Fragen zu Zustandsklassen

Gibt es eine Norm für Zustandsklassen A, B und C?

Nein. Zustandsklassen sind nicht gesetzlich oder durch eine allgemeine Norm festgelegt. Jeder Anbieter definiert sie selbst. Vergleichen Sie deshalb die Beschreibungen, nicht nur die Buchstaben.

Ist ein Grade-C-Gerät schlechter in der Funktion?

Nicht unbedingt. Bei vielen Anbietern beschreibt die Klasse vor allem die Optik. Ein Gerät mit Klasse C kann technisch einwandfrei sein, hat aber deutlichere Gebrauchsspuren.

Wie verbessere ich die Zustandsklasse meiner Altgeräte?

Vor allem durch schonende Nutzung und sichere Verpackung beim Transport. Aufkleber und Asset Tags werden bei der Aufbereitung entfernt. Kleinere Schäden lassen sich im Refurbishment oft beheben, etwa durch Tausch von Tastatur, Display oder Gehäuseteilen.

Gut erhaltene Geräte sind bares Geld wert.

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