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Reparierbarkeitsindex

Thema: Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft & ESG · Aktualisiert: 10/2026

Kurz erklärt

Ein Reparierbarkeitsindex (auch Reparaturindex) ist eine Kennzahl, die angibt, wie leicht sich ein Produkt reparieren lässt. Bewertet werden etwa Zerlegbarkeit, Verfügbarkeit und Preis von Ersatzteilen sowie Zugang zu Reparaturinformationen. In der EU tragen Smartphones und Tablets seit Juni 2025 eine Reparierbarkeitsklasse auf dem Energielabel. Für Unternehmen hilft die Kennzahl, Geräte mit längerer Nutzungsdauer und besserem Wiederverkaufswert zu beschaffen.

Bekannte Kennzeichnungen (Stand: 10/2026)

Kennzeichnung Geltungsbereich Skala
EU-Energielabel für Smartphones und Tablets EU, seit 20. Juni 2025 Reparierbarkeitsklasse A bis E, dazu Angaben zu Akku-Ausdauer und Robustheit
Indice de réparabilité Frankreich, seit 2021 für ausgewählte Produktgruppen Punktwert von 0 bis 10

Frankreich hat sein System inzwischen teilweise weiterentwickelt und für einzelne Produktgruppen durch einen Haltbarkeitsindex ersetzt. Für Smartphones und Tablets gilt das EU-Label. Weitere Produktgruppen können über die Ökodesign-Verordnung folgen. Die Regeln entwickeln sich laufend, deshalb steht hier ein Stand-Datum.

Bedeutung für Unternehmen

Gut reparierbare Geräte lassen sich länger nutzen, günstiger instand setzen und besser wiedervermarkten. Das unterstützt Nachhaltigkeitsziele und senkt die Gesamtkosten. Zusätzlich verpflichtet das Recht auf Reparatur Hersteller bestimmter Produktgruppen, darunter Smartphones und Tablets, ihre Produkte auch nach Ablauf der Gewährleistung zu reparieren. In Deutschland gilt die Umsetzung seit 31. Juli 2026. Mehr zu einer langlebigen IT-Strategie im Beitrag Nachhaltige IT-Strategie gegen Wegwerfkultur.

Second IT repariert ausgemusterte Geräte, tauscht defekte Komponenten mit geprüften Ersatzteilen und bereitet sie zur Wiedervermarktung auf. Mehr zur Reparatur von IT-Hardware.

Häufige Fragen zum Reparierbarkeitsindex

Gibt es in Deutschland einen eigenen Reparaturindex?

Nein, keinen nationalen. In Deutschland gilt die EU-Kennzeichnung, derzeit vor allem für Smartphones und Tablets (Stand: 10/2026).

Was bedeutet Reparierbarkeitsklasse A?

Dass das Gerät nach den EU-Kriterien sehr gut reparierbar ist. E ist die schlechteste Klasse.

Gilt der Index auch für Notebooks?

Das EU-Label betrifft bisher Smartphones und Tablets. Für Notebooks hängt eine Kennzeichnung von künftigen Ökodesign-Vorgaben ab.

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