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BIOS-Passwort

Thema: Hardware & Speichertechnik · Aktualisiert: 10/2026

Ein BIOS-Passwort schützt Firmengeräte vor unbefugten Änderungen. Beim Ausmustern kann es aber zum Hindernis werden: Ein gesperrtes Notebook lässt sich oft weder vollständig prüfen noch neu einrichten. Dieser Eintrag erklärt, welche Passwortarten es gibt und was vor der Abgabe von Geräten zu beachten ist.

Kurz erklärt

Ein BIOS-Passwort ist ein Kennwort, das in der Firmware eines Computers (BIOS oder UEFI) gespeichert ist und den Start des Geräts oder Änderungen an den Firmware-Einstellungen schützt. Es wirkt unabhängig vom Betriebssystem, deshalb hilft eine Neuinstallation nicht dagegen. Bei der IT-Ausmusterung sollten BIOS-Passwörter vor der Abgabe entfernt werden, weil gesperrte Geräte schwer zu löschen, zu prüfen und weiterzuverkaufen sind.

Was ist ein BIOS-Passwort?

BIOS und sein Nachfolger UEFI sind die Firmware, die beim Einschalten eines PCs als Erstes startet. Sie prüft die Hardware und übergibt dann an das Betriebssystem. In dieser Firmware lassen sich Kennwörter hinterlegen. Weil sie im Speicher der Hauptplatine liegen, bleiben sie erhalten, auch wenn die Festplatte getauscht oder Windows neu installiert wird.

Unternehmen setzen BIOS-Passwörter, damit niemand die Startreihenfolge ändert, Sicherheitsfunktionen wie Secure Boot oder das TPM abschaltet oder ein fremdes System bootet. Häufig werden sie zentral über Werkzeuge der Hersteller oder über die Geräteverwaltung gesetzt, etwa mit Microsoft Intune.

Welche Arten von BIOS-Passwörtern es gibt

Passwortart Schützt Folge beim Ausmustern
Administrator- bzw. Supervisor-Passwort Änderungen an den Firmware-Einstellungen Startreihenfolge und Sicherheitsfunktionen lassen sich nicht anpassen, etwa für die Löschsoftware
Start- bzw. Power-on-Passwort Den Start des Geräts Gerät startet nicht ohne Kennwort, Prüfung und Löschung sind blockiert
Festplatten-Passwort Zugriff auf den Datenträger selbst Datenträger ist auch in einem anderen Gerät gesperrt; ohne Kennwort bleibt oft nur die Vernichtung

Bei Macs gibt es ein vergleichbares Firmware-Passwort bzw. Sicherheitsfunktionen, die an das Apple-Konto gekoppelt sind. Ähnlich wirken Diebstahlschutzlösungen, die in der Firmware verankert sind, etwa Computrace.

Was beim Ausmustern zu beachten ist

Ein gesperrtes Gerät ist für die Weiterverwendung kaum nutzbar. Ohne Zugriff auf die Firmware lässt sich nicht von einem Löschmedium starten, die Hardware nicht vollständig testen und kein neues Betriebssystem einrichten. Der Restwert sinkt dadurch erheblich, im schlimmsten Fall bleibt nur die Verwertung als Rohstoff.

  • Entfernen Sie BIOS- und Festplatten-Passwörter zentral, bevor Geräte abgeholt werden.
  • Vermerken Sie Geräte mit Sperre in der Geräteliste, damit sie nicht überraschend auffallen.
  • Prüfen Sie im Offboarding, dass zurückgegebene Geräte keine privaten Kennwörter tragen.

Eine Checkliste für die Rückgabe von Geräten liefert der Ratgeber Offboarding-Checkliste für IT-Hardware. Was beim Verkauf älterer PCs sonst zählt, lesen Sie in Gebrauchte PCs verkaufen.

Merksatz: Das BIOS-Passwort schützt das Gerät im Betrieb – vor der Abgabe gehört es entfernt, sonst schützt es das Gerät vor jeder Weiterverwendung.

BIOS-Passwort und Second IT

Second IT löscht Datenträger softwarebasiert mit Blancco und stellt ein digital signiertes Löschzertifikat je Gerät aus. Datenträger, die sich nicht revisionssicher löschen lassen, werden im eigenen Haus nach DIN 66399 vernichtet, zertifiziert für Sicherheitsstufe H-5. Damit Geräte gelöscht und wiederverwendet werden können, sollten Firmware-Sperren vor der Abholung aufgehoben sein. Mehr zur suppression des données certifiée.

Häufige Fragen zum BIOS-Passwort

Was tun, wenn das BIOS-Passwort vergessen wurde?

Fragen Sie zuerst in Ihrer IT nach, ob das Kennwort zentral verwaltet wird. Ist das nicht der Fall, bieten viele Hersteller ein Rücksetzverfahren über den Support an, in der Regel nur mit Nachweis, dass Ihnen das Gerät gehört.

Hilft eine Neuinstallation von Windows gegen ein BIOS-Passwort?

Nein. Das Kennwort liegt in der Firmware auf der Hauptplatine und ist unabhängig vom Betriebssystem und vom Datenträger.

Kann ein Gerät mit BIOS-Passwort sicher gelöscht werden?

Oft nicht ohne das Kennwort, weil das Gerät nicht von einem Löschmedium starten kann. Ausgebaute Datenträger lassen sich unter Umständen separat löschen. Ist ein Festplatten-Passwort gesetzt, bleibt meist nur die physische Vernichtung.

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