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Kurz erklärt

Geheimschutz umfasst alle Maßnahmen, mit denen staatliche Verschlusssachen vor unbefugter Kenntnisnahme geschützt werden. Er gliedert sich in den personellen Geheimschutz, also die Sicherheitsüberprüfung von Personen, und den materiellen Geheimschutz, also den Schutz der Informationen selbst. Bei der Aussonderung von IT-Hardware aus Behörden und geheimschutzbetreuten Unternehmen bestimmt er, wie Datenträger transportiert, gelöscht oder vernichtet werden.

Bausteine des Geheimschutzes

Area Inhalt Grundlage
Personeller Geheimschutz Sicherheitsüberprüfung von Personen, die Zugang zu Verschlusssachen erhalten Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG)
Materieller Geheimschutz Einstufung, Kennzeichnung, Aufbewahrung, Weitergabe und Vernichtung von Verschlusssachen Verschlusssachenanweisung (VSA)
Geheimschutz in der Wirtschaft Betreuung von Unternehmen, die Aufträge mit Verschlusssachen ausführen Geheimschutzhandbuch des Bundeswirtschaftsministeriums

Verschlusssachen werden in vier Grade eingestuft: VS-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH, VS-VERTRAULICH, GEHEIM und STRENG GEHEIM. Für jeden Grad gelten eigene Regeln. Ein Grundprinzip ist das Need-to-know-Prinzip: Kenntnis erhält nur, wer sie für seine Aufgabe braucht.

Geheimschutz bei der IT-Aussonderung

Datenträger, auf denen Verschlusssachen gespeichert waren, bleiben eingestuft, bis sie nach den Vorgaben gelöscht oder vernichtet sind. Welche Verfahren zulässig sind, richtet sich nach dem Einstufungsgrad und den Vorgaben der zuständigen Stelle. Für den häufigsten Grad VS-NfD erklärt der Ratgeber VS-NfD: IT-Hardware aussondern das Vorgehen.

Second IT verarbeitet Daten nach VS-NfD-Vorgaben, verpflichtet alle Mitarbeitenden auf Vertraulichkeit und arbeitet in Bereichen mit Zutrittskontrolle und Videoüberwachung. Mehr zu Datengeheimnis und Vertraulichkeit.

Häufige Fragen zum Geheimschutz

Was ist Geheimschutzbetreuung?

Die Betreuung von Unternehmen, die Aufträge mit Verschlusssachen ab VS-VERTRAULICH ausführen. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft und begleitet die Sicherheitsvorkehrungen solcher Unternehmen.

Gilt Geheimschutz auch für private Unternehmen?

Nur, wenn sie mit staatlichen Verschlusssachen arbeiten. Für eigene Geschäftsgeheimnisse gelten andere Regeln, etwa das Geschäftsgeheimnisgesetz.

Was ist der Unterschied zwischen Geheimschutz und Datenschutz?

Datenschutz schützt personenbezogene Daten von Menschen. Geheimschutz schützt staatliche Informationen, deren Bekanntwerden dem Staat schaden kann.

Was ist der Unterschied zwischen personellem und materiellem Geheimschutz?

Der personelle Geheimschutz betrifft die Sicherheitsüberprüfung von Personen, die Zugang zu Verschlusssachen erhalten. Der materielle Geheimschutz betrifft die Informationen selbst, also Einstufung, Kennzeichnung, Aufbewahrung, Weitergabe und Vernichtung.

Was bedeutet das Need-to-know-Prinzip beim Geheimschutz?

Kenntnis von einer Verschlusssache erhält nur, wer sie für seine Aufgabe braucht. Das gilt unabhängig vom Dienstgrad und für jeden Geheimhaltungsgrad. Das Prinzip begrenzt den Kreis der Personen, die Zugriff auf eingestufte Informationen haben.

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